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Auto-Cross

Sommer-Rennen am 7. und 8. August verspricht viel Action

 

Der Stock-Car-Club Trossingen hat im Moment wieder jede Menge Arbeit: Die Vorbereitungen zum erstmals wieder nach längerer Zeit ausgerichteten Sommerrennen laufen auf Hochtouren. Und entgegen der Veranstaltungen aus den Vorjahren will man seitens des Vereins das Rennprogramm ausschliesslich selbst gestalten – was durchaus Sinn macht und bei den Teams auf gute Resonanz stösst: So wird man am 7. und 8. August wieder zwei Vorläufe für jede Klasse absolvieren, was somit wieder ein volles Rennprogramm an beiden Tagen garantiert und für die Zuschauer optimale Bedingungen bietet. Zusätzlich wird beim Sommerrennen in der Trossinger Teufelsgurgel auch wieder das Halbstunden-Marathon-Rennen zu Ehren von Helmut Lehmann ausgerichtet: Eine neue Boxengasse und fliegender Fahrerwechsel versprechen Action pur und somit ermöglicht man den Team-Helfern, selbst einmal hinter das Steuer eines Rennwagens zu greifen. Die Wertungsläufe der einzelnen Klassen dürfen mit Spannung erwartet werden, da im Lauf der Saison sich wieder einmal mehr gezeigt hat, dass es beim internationalen Auto-Cross zu einer permanenten Favoriten-Neuverteilung kommen kann. Technisch sind in diesem Jahr besonders die Eigenbauten und Serien-Abarths wieder solchermassen hochwertig präpariert, dass die untereinander gefahrenen Zeiten immer enger zusammen liegen. Mit Spannung dürfen aber auch bei der Rennveranstaltung am 7. und 8. August wieder zahlreiche Neuzugänge und Gastfahrer erwartet werden, die beim ersten Rennen des Stock-Car-Club Trossingen nicht an den Start gehen konnten: Im Juni fand just am Rennwochenende ein Europameisterschafts-Lauf statt, weshalb in einigen hochkarätigen Klassen bekannte Rennfahrer-Asse nicht am Start waren. Auf diese hofft man nun seitens des Vereins, zumal am Rennwochenende keine weiteren Rennveranstaltungen anstehen. Schon im Vorfeld zur Veranstaltung haben einige Szenegrössen ihren Start in der Trossinger Teufelsgurgel angekündigt und so hofft man seitens der Vorstandschaft wieder auf internationale Beteiligung. Eventuell werden auch internationale Europameisterschafts-Kandidaten einen „Kurzurlaub“ in Trossingen verbringen, um den einen oder anderen Pokal „abzustauben“. Ebenfalls interessant dürfte auch der Start eines Presse- oder Fernsehteams im Rahmen der Klasse K 5000 verlaufen: Der Verein hat hierfür eigens ein Rennfahrzeug angeschafft und wettbewerbsmässig präpariert. Doch offenbar macht sich unter den Redakteuren ein wenig „Fahrangst“ breit: Die Zusagen, wer denn einmal hinter das Volant eines Rennboliden greift, halten sich noch in Grenzen. Da kann der Verein nur beruhigen: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – und wer weiss: vielleicht gewinnt das „Redaktionsteam“ am Ende sogar noch einen Pokal ? Man kann also mit Sicherheit gespannt auf das grosse Sommerrennen des Stock-Car-Club Trossingen am 7. und 8. August in der Teufelsgurgel sein.

 

 

Bergrennen am 26./27.06.2010 in Tiefenbach

"action"  am Berg und fun im Zelt bei lustigen Spielen 

 

 

 

 

Auto-Cross in Trossingen am 5. und 6. Juni 2010

 

 

 

Käferblasen in der Teufelsgurgel

 

Regionale Motorsportler erfolgreich bei Nonstop-Veranstaltung

 

Lange wurde er herbeigesehnt, am vergangenen Wochenende war es endlich soweit: Der Saisonauftakt beim Stock-Car-Club Trossingen fand unter witterungstechnisch besten Bedingungen statt. Bei Kaiserwetter legten nicht nur die wieder einmal zahlreich erschienenen Fahrerinnen und Fahrer ein vehement hohes Tempo vor, sondern auch die Rennleitung und Vorstandschaft hielt sich nicht mit langen Diskussionen auf. Rennen auf Rennen – und wer nicht „spurt“, stellt sich eben hinten an. Das wollen die vielen überregional angereisten Zuschauer sehen und die konnten sich wahrlich nicht beklagen. Noch nie ging eine Rennveranstaltung so reibungslos und planmässig über die Bühne wie bei diesem Juni-Rennen, das übrigens wieder als internationaler Wertungslauf zum Drei-Nationen-Cup gezählt wird. Selbst das unvermeidliche Zeitfahren bereits am frühen Samstagmorgen ging ohne allzu grossen Aufwand zügig über die Piste und nach der obligatorischen Fahrerbesprechung unterhalb des Rennturms hiess es nahezu pünktlich um zwölf Uhr Mittags Start frei für den ersten Vorlauf. Da bereits seit letztem Jahr zwei Vorläufe in jeder Klasse gefahren werden, bekommen die Zuschauer an beiden Tagen der Veranstaltung ein volles Renn-Programm geboten, das viel Abwechslung bietet. Auch die etwas später angereisten versäumen praktisch nichts: Da jede Klasse zwei Mal am Start steht, bekommt man in jedem Fall das ganze Fahrzeugaufgebot zu sehen. Es waren allerdings – das konnte mn deutlich sehen – etwas weniger Fahrzeuge als gewohnt am Start, was damit zusammen hängt, dass zeitgleich zur Trossinger Veranstaltung doch noch weitere Rennveranstaltungen, auch im Rahmen zur Europameisterschaft, stattfanden. So konnte man zwar bedauerlicher Weise einige internationale Grössen nicht begrüssen in der Trossinger Teufelsgurgel, doch dafür hatten die lokalen Grössen umso mehr Chancen bei der Punktevergabe und den einzelnen Wertungsläufen.

Los ging die Rennveranstaltung mit dem ersten Vorlauf zur Klasse vier: Die hubraumstärksten Serienfahrzeuge wurden als erste auf die neu gerichtete und in vielen Punkten verbesserte Rennstrecke geschickt und wie schon zum Ende der vergangenen Saison hin scheint ein Fahrer gewaltig diese Klasse aufzumischen: Lars Senteler setzt offenbar nicht nur erfolgreich die schier unendliche Rennkarriere seines Vaters Kurt fort, er setzt auch auf nahezu das gleiche Arbeitsgerät des Seniors: Den SAAB 900 hat man ihm wohl in die Wiege gelegt – und Senteler junior dominierte nicht nur souverän in den Vorläufen, sondern er belegte auch den ersten Rang im Endlauf am Sonntag. Und da die Ehre auf dem Spiel stand, war es für den Schweizer eine Selbstverständlichkeit, am Handicap-Lauf am Sonntagabend teilzunehmen.

Ein Lokalpatriot aus heimischem Lager hatte an diesem Wochenende allen Grund zum Jubel: Der Oberbaldinger Volker Schwald kommt mit seinem Audi in der Klasse sieben bei den Serien-Abarth-Fahrzeugen bis 2000 Kubik immer besser in Fahrt – und der „Familiensportler“ sollte für die Mühe belohnt werden. Schon in den Vorläufen konnte er den Hahn richtig aufdrehen und so internationalen Grössen wie beispielsweise Jürg Zollinger ( Abarth-Käfer) glatt davonfahren. Am Sonntag dann ein fulminater Finallauf: Schwald erwischte einen hervorragenden Start und pilotierte den Audi souverän und sauber über die Piste. Der leistungsmässig überlegene Jürg Zollinger, der fast an ihn herankam, musste zum Ende hin den Fuß vom Gas nehmen – ansonsten hätte es ihm wohl den Rennmotor um die Ohren geschlagen. Nahezu unbeeindruckt zeigte Schwald, dass auch Fahrer aus der Region mit kleinerem Budget ganz vorne mit dabei sein können, wenn alles mitspielt. Der Audi überstand den Finallauf ohne Schrammen – und Schwalds erster Rang schreibt fast schon Geschichte. „So weit oben stand der noch nie“ raunzte ein Konkurrent anerkennend. Klar, dass Volker Schwald auch beim Handicap-Lauf an den Start ging, wenngleich die Piste sich in ein Schlammbad verwandelte.

Blasmusik der etwas anderen Art bekamen die Zuschauerinnen und Zuschauer dann in der kleinen Serien-Abarth-Klasse geboten: Wolfgang Kropf und seine heisse „500“ sind ein wahres Schauspiel. Und es ist wohl ein Suzuki Hayabusa -Aggregat, was nahezu unglaubliche Leistung aus dem Käfer herausholt. Ein Sieg in seiner Klasse sollte für Wolfgang Kropf die Eintrittskarte für das Handicap sein. Und da wir gerade bei den „kleinen“ sind: Selbst so moderne Worte wie „Fahrzeugsharing“ machen vor dem Stock-Car-Club Trossingen nicht halt: Vater und Sohn Kroll teilen sich ein Rennfahrzeug. Während Sohn Rainer im Meer der Opel Corsas einsam die Volkswagen-Fahne nach oben hielt und mit einem dritten Rang wieder auf dem Podest stand, ging Vater Clemens Kroll mit dem gleichen Auto, aber einer anderen Bereifung, bei den kleinen Abarths an den Start. „Ich habe gedacht, ich bin irgendwo fünfter oder so“ gab Kroll zu Protokoll. Und um das Fahrzeug zu schonen, hob er den Gasfuss – an vierter Podiums-Position liegend ! Das war Pech für die ansonsten glänzend aufgelegte Rennfamilie. Vater Kroll ist übrigens für die recht komplizierte, aber wohl bedachte Startprozedur des Handicap-Rennens verantwortlich.

Ein „Wiedersehen mit dem alten Fritz“ gab es in der grossen Eigenbau-Klasse über 1800 Kubik: Ging hier doch erneut mit Fritz Baumgartner ein Routinier an den Start, der die 60er-Altersgrenze schon überschritten hat. Er hat von seiner Gefährlichkeit nichts verlernt, im Gegenteil: Der Gentleman-Driver und Auto-Cross-Pionier aus der Schweiz landete wohlverdient auf dem zweiten Rang – vor dem Österreicher Peter Donald. Dritter im Bunde war ebenfalls wieder ein wohlbekannter Fahrer aus der Region: Karl-Heinz Schumpp aus Deisslingen schlitterte mit dem Eigenbau auf einen hervorragenden dritten Rang, nachdem man am Samstag nach den Vorläufen noch einiges an Arbeit in das Fahrzeug investiert hatte.

Fast hätten wir`s vergessen: Damen waren auch am Start. Erstmals gelang es zwei Teamkolleginnen, sich gegenseitig zu eliminieren. Jacquelyn Schulz kam sich mit Sandra Frey in die Quere – beide Damen sind Mitglieder des Motorsport-Vereins Neufra. Ein Überschlag, Rennabbruch: Das hat ja fast schon etwas Traditionelles. Und am Ende gab es Blumen für die Siegerin. Als zum Sonntagabend hin der Regen einsetzte, waren die Wertungsläufe nahezu im Kasten. Einzig das Handicap-Rennen stand noch auf dem Programm und sorgte für Käferblasen vom Feinsten: Klassensieger Wolfgang Kropf holte noch einmal alles heraus aus dem Suzuki Hayabusa -Käfer. Da hatten die Rivalen Steinert, Schumpp und Co. keine Chance. Ein souveräner Sieg mischt die Karten neu – und macht ebenso neugierig auf das nächste Rennen am 7. und 8. August.

 

 

Weitere Bilder gestellt von Armin Kapp

 

 

 

 

 

 

Hy Fans, darf ich mich vorstellen ?

Ich bin der jüngste Leimi. Mein Name ist Marcel.

Ich bin am 16.03.2010 auf die Welt gekommen.